Skylaunch Turbodiesel-Antrieb

Um die anhaltende Nachfrage nach Dieselwinden befriedigen zu können und keine Abstriche von der bekannten Bedienbarkeit, Schleppcharakteristik, Sicherheit und Mobilität von Skylaunch-Winden machen zu müssen, hat Skylaunch einen speziellen Antriebsatz ausgewählt. Es handelt sich um den Duramax V8 Turbodiesel mit 6,6 Litern Hubraum, den GM in Zusammenarbeit mit ISUZU entwickelt hat. Skylaunch koppelt ihn mit dem bewährten TH400 Automatikgetriebe.

Bisher wurden Dieselwinden vornehmlich mit Motoren aus LKW oder mit bauverwandten Typen aus stationären Anwendungen ausgerüstet.

Diese Motoren sind auf höchste Kraftstoff-Effizienz optimiert und nehmen dafür ein nur schmales nutzbares Drehzahlband mit konstantem Drehmomentverlauf in Kauf. Im LKW sorgt ein Schaltgetriebe mit einer hohen Anzahl von Gängen dafür, dass der Motor stets innerhalb dieses Drehzahlbandes betrieben werden kann. In einer Startwinde sind solche Getriebe nicht zu gebrauchen, weil der Windenstart ohne Schaltstöße erfolgen muss. Deshalb nutzt man sehr weich ausgelegte Drehmomentwandler, die eine Spreizung des schmalen Motordrehzahlbandes auf die große Drehzahlspannbreite der Seiltrommel realisieren sollen. Nachteil dieser weichen Wandler ist, dass sie im unteren Drehzahlbereich der Seiltrommeln eine sehr hohe Drehmoment-Verstärkung bewirken. Dies resultiert einerseits oft in katapultartigem Anschleppen, das bei leichten Segelflugzeugen mit hohem Schwerpunkt oder Pendelleitwerken zum lebensgefährlichen Aufbäumen führen kann. Andererseits bewirkt diese hohe Drehmomentverstärkung häufig eine Überschreitung der Bruchlast der Sollbruchstellen und die damit verbundenen Startabbrüche. Außerdem reduziert der starke Schlupf des weichen Drehmomentwandlers den mechanischen Wirkungsgrad der Kraftübertragung deutlich. Ca. 30% der abgegebenen Motorleistung gehen in Form von Wärme verloren. Um das Hydrauliköl vor Überhitzung zu schützen, wären sehr große Kühleinrichtungen erforderlich, auf die man meistens aus Kosten- und Platzgründen verzichtet. In Folge dessen versagen diese Wandler bei hohen Umgebungstemperaturen und schnellen Startfolgen häufig ihren Dienst. Ein weiterer Nachteil der LKW-Motoren und der weichen Wandler liegt in den hohen Preisen neuer Komponenten (ein fabrikneuer LKW-Motor kostet soviel wie ein Mittelklasse-PKW, ein LKW-Drehmomentwandler soviel wie ein Kleinwagen), weshalb oft auf gebrauchte Einzelstücke zurückgegriffen wird. Bei jeder auf diese Weise verwirklichten Dieselwinde handelt es sich somit wieder um einen Prototypen mit schwer auszurechnenden Schleppeigenschaften.

Der Skylaunch Turbodiesel-Antrieb vermeidet diese Probleme, weil der Duramax V8 für schwere PKW entwickelt wurde und deshalb trotz hoher Leistung ein breites nutzbares Drehzahlband besitzt. Für eine in weiten Grenzen variable Trommeldrehzahl sorgt außerdem das dreistufige Automatikgetriebe, was die Verwendung eines harten Drehmomentwandlers ermöglicht. Dadurch werden die sonst so Diesel-typischen Seilrisse und Ausklinkvorgänge unter Last vermieden, die häufig mit Seilsalaten einhergehen. Außerdem besitzt der Duramax ein viel besseres Ansprechverhalten als ein LKW-Diesel und das Automatikgetriebe beschleunigt die Seiltrommel durch Hochschalten bei Lastabfall sehr schnell, sodass das Seil nach dem Ausklinken nicht lose werden kann.

Weil man ein Automatikgetriebe auf Neutral schalten kann, benötigen Skylaunch Dieselwinden keine Kardanbremse, keine Pneumatik, keine Hydraulik und keine Automatisierungssysteme, um bei laufendem Motor die Trommelkupplungen betätigen zu können. Nicht zuletzt gibt der Duramax mit Automatikgetriebe und hartem Drehmomentwandler dem Windenfahrer ein viel besseres Feedback über die Schleppgeschwindigkeit und den Lastzustand als ein mit nahezu konstanter Drehzahl laufender LKW-, Schiffs- oder Stationärdiesel. Selbstverständlich ist der Skylaunch Dieselantrieb im Unterschied zu vielen sonst verwendeten Dieselmotoren nicht drehzahlgeregelt, verursacht also keinen übermäßigen Anstieg der Seilkraft, dem ein Riss der Sollbruchstelle folgt, wenn der Pilot weiter zieht und auf diese Weise versucht, seine Überfahrt zu reduzieren. Dementsprechend werden mit dem Skylaunch Dieselantrieb insbesondere Einsitzer nicht so leicht zu schnell geschleppt wie man das von konventionellen Dieselwinden gewohnt ist.

  • bewährte Bedienelemente und Dosierhilfen für den Windenfahrer
    • griffiger handbetätigter Gashebel mit Handauflage und Dämpfer gegen Kavalierstarts
    • federnd gelagerter Anschlag
      • Vorwahl von Flugzeugtyp und Gegenwindkomponente
      • Schleppen mit Blick auf das Flugzeug

Der Skylaunch Dieselantrieb ist mit allen Skylaunch Mechanik-Plattformen erhältlich:

Skylaunch EVOLUTION

Skylaunch SKYDRIVE

Skylaunch RE-ENGINEERING

 

Die ersten beiden SKYLAUNCH-Startwinden mit Dieselantrieb wurden 2010 an des Segelflugzentrum St. Auban in Südfrankreich ausgeliefert.

Inzwischen sind bei den Air Cadets der Royal Air Force 25 Stück Skylaunch EVOLUTION mit Dieselmotoren in Betrieb:

 
SKYLAUNCH - leistungsstark, sicher und zuverlässig mit Dieselantrieb und Seilen!

 
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